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Warum bringe ich die Pythagoreische
Tetraktys mit Mystik in Verbindung,
wenn ich es mir doch zur Aufgabe gemacht habe, die wissenschaftliche Grundlage der Tetraktys herauszuarbeiten?
Nun weil ich der Meinung bin, dass diese Artefakte der Menschheitsgeschichte
einiges zur wissenschaftlichen Aufklärung
der Pythagoreischen Tetraktys beitragen
können, wenn man diese unter dem
Blickwinkel betrachtet:
Was wussten die Alten?
Wo sind die Parallelen zu den geometrischen
und zahlentheoretischen Grundlagen bzw. Urwahrheiten? Und diese Parallelen gibt es nicht zu knapp!
Zuerst einmal ist es wichtig, sich darüber
im Klaren zu sein, dass die Pythagoreische
Tetraktys nur aus der Geometrie von Kreis
und Kugel heraus zu verstehen ist.
Die mystische Bedeutung des Kreises findet
sich in allen Epochen und Kulturen der Menschheitsgeschichte. Die Kreisgeometrie beinhaltet Symmetrien um den Mittelpunkt des Kreises, dargestellt durch regelmäßige Polygone und Sternpolygone.
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Andererseits:
Sowohl die mystischen Strömungen innerhalb
des christlichen Abendlandes, wie das Rosenkreuzertum, die Freimaurerei oder die jüdisch, christliche Kabbala, als auch die östlichen Einweihungswege sind mit dieser scheinbar minimalistischen Geometrie verknüpft.
Wenn wir die Pythagoreische Tetraktys = Vierheit direkt beim Wort nehmen, dann stoßen wir auf
eine der wichtigsten Lehrinhalte der Hermetik, die so genannte Vier-Elemente-Lehre!
Was ist wirklich mit Feuer, Luft, Wasser und Erde gemeint? Es gibt dazu viele Analogieschemen.
Das populärste Schema ist die Analogie zu den
vier Temperamenten des Menschen,
also gemäß dem "Mikrokosmos":
Feuer = Choleriker (wollen)
Luft = Sanguiniker (denken)
Wasser = Melancholiker (fühlen)
Erde = Plegmatiker (sein)
Gemäß der hermetischen Lehre von der Entsprechung "wie oben so unten" müssten ja
die gleichen Kräfte auch im "Makrokosmos"walten.
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Gott als Architekt, aus der Bible Moralisée, 1245
Die Schöpfung der Welt aus dem Chaos mit einem Zirkelschlag. |
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Links nebenstehend die Polygone und Sternpolygone, die zum Verständnis der Pythagoreischen Tetraktys unverzichtbar sind.
Die hier auf dieser Internetseite erarbeiteten Zusammenhänge über die Pythagoreische Tetraktys lassen erkennen, dass diesen geometrischen Figuren eine ganz besondere Schlüsselrolle in der Zahlentheorie zukommt.
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Wie wäre es mit den vier großen Konstanten, ohne die unser menschliches Dasein undenkbar wäre?:
Feuer = Energie
Luft = Zeit
Wasser = Raum
Erde = Materie
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Jeder der sich mit hermetischen Themen beschäftigt, kennt den hohen symbolischen Stellenwert der Polygone Dreieck und Quadrat oder die Sternpolygone Pentagramm und Hexagramm.
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Diese hoch bedeutende Analogie von
Energie, Zeit, Raum und Materie zu diesen vier "Elementen": Feuer, Luft, Wasser und Erde, die bisher verständlicherweise von der rationalen Wissenschaft kaum ernst genommenen wurde ergäbe Sinn, wenn mit diesem Viergespann die Bedeutsamkeit jener mystischen Alegorien gemeint wären, wie sie beispielsweise auch in den alten gnostischen Lehren der Bibel zu finden sind:
Der Thron Gottes, der Herrlichkeit Gottes, der Thronwagen Gottes usw., dargestellt durch die vier Symbolgestalten: Löwe, Adler, Mensch und Stier.
Sollte unsere Bibel also wissenschaftlicher sein, als jemals vermutet wurde? Ruht in den Schriften der alten Gnostiker eine tiefe Wahrheit in Form einer scheinbar naiven Symbolsprache fernab jeglicher Bibelcode-Spekulation?
Tatsächlich geht die Bedeutung dieser vier Gestalten weit über die Bibelinhalte hinaus. Sie findet sich in vielen hermetischen Lehrsystemen wie beispielsweise der jüdischen Geheimlehre, der Kabbala wieder.
Der viergliedrige Aufbau der heute gebräuchlichen Tatrotkarten hat genau da seinen Ursprung. Eine Tarotkarte "Die Welt" nimmt direkt Bezug zu diesen vier Gestalten.
Im Übrigen ist der viergliedrige Aufbau aller Spielkarten (Pik,Herz,Kreuz und Karo) ebenfalls
auf diesen mystischen Ursprung zurückzuführen.
Überhaupt ergeben viele Mysterien in der Menschheitsgeschichte Sinn, wenn man sich mit der Verknüpfung von Zahlentheorie und Geometrie beschäftigt.
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| Raffael, die Vision des heiligen Hesekiel. Gott thront auf den vier geflügelten Gestalten: Mensch, Adler, Löwe und Stier. |
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Die Tarotkarte "Die Welt" zeigt in ihren vier Ecken die vier biblischen Gestalten: Mensch, Adler, Stier und Löwe, gemäß den vier Elementen.
Feuer = Löwe
Wasser = Mensch
Luft = Adler
Erde = Stier
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Und es kann kein Zufall sein, wenn die ursprünglichste (scheinbar banalste) Geometrie die Geometrie des Kreises bzw. der Kugel der Schlüssel für dieses Verständnis ist.
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Physikalisch hat die Kugelform die kleinste Oberfläche im Verhältnis zum Inhalt. Dadurch und auch durch die konvexe Oberfläche hat sie schützende Eigenschaften.
Die Bedeutung der Kugelform geht aber noch viel weiter:
Licht und auch alle anderen physikalischen Kräfte breiten sich vom Zentrum nach allen Seiten hin gleichmäßig aus, wenn sie von außen einwirkenden Umwelteinflüssen nicht abgelenkt werden. Dadurch entsteht zwangsläufig eine Kugel.
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Nun das Wichtigste:
Die Kugelform ist die perfekte Symmetrie.
Jeder Punkt in der Peripherie der Kugel hat einen gegenüber liegenden Punkt.
Oder anders formuliert:
Die Kugel sieht in jeder Ansicht immer gleich aus, egal von welcher Seite aus man sie betrachtet.
Symmetrie ist auch das alles umfassende Thema der der Teilchen- bzw. Quantenphysik (Stichwort Differenzialgeometrie, Lie-Gruppe).
Denn Symmetrie beschreibt nicht nur Geometrie.
Symmetrie als geometrisches Modell kann für
alle physikalischen Abläufe bis hin zur Theorie
von Materie und Antimaterie verwendet
werden.
Jedes funktionierende System auf unserer
Erde und im Universum ist Symmetrie.
Die Kugelform der Planeten und Sonnen
ist nur >ein< Hinweis. Denn das Gleichgewicht
von Kräften >ist< Symmetrie.
Was ist die Hermetik?
Auch sie ist die Lehre vom Gleichgewicht der
Kräfte! "Wie oben so unten", die Ausgewogenheit der vier Elemente, das Polaritätsgesetz, das magische Gleichgewicht usw. Im kabbalistischen Baum ist die mittlere "Säule der Ausgewogenheit" Sinn und Zweck dieses Diagramms.
In der Physik gibt es die vier Grundkräfte:
Starke Kernkraft
Schwache Kernkraft
Elektromagnetische Kraft
Gravitationskraft
In der Hermetik gibt es ebenfalls vier Grundkräfte:
Feuer
Luft
Wasser
Erde
Die Tetraktys = Vierheit entsteht
aus der Geometrie des Kreises
und der Kugel heraus.
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| Robert Fludds Zeichnung des "Großen Lichts" aus dem 16. Jahrhundert. Das Symbol des Kreises mit einem Punkt in der Mitte. |
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Der volle Kreis steht immer als Symbol
der Ganzheit, ebenso der Kreis in der
3.Dimension, die Kugel. Oder kann sich
jemand unseren Planeten Erde oder unsere
Sonne als eine halbe Kugel vorstellen?
In den verschiedenen hermetischen Lehrsystemen ist das Symbol der Schöpfung und der Sonne ein Kreis mit einem Punkt in seinem Zentrum.
Auch der Kreis der 3. Dimension, die Kugel, ist der ursprünglichste Körper den wir uns nur vorstellen können.
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| Der Alte der Tage, William Blake, 1794 |
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Ein kabbalistischer Schöpfungsakt
Zu sehen ist ein 22-Eck-Simplex als Diagramm zur Visualisierung bzw. Intonierung der zweiundzwanzig hebräischen Buchstaben.
Das kabbalistische Ritual bestand darin, jeden Buchstaben zu visualisieren, im Bewußtsein zu halten und von anderen Gedanken abzutrennen und ihn mit den anderen Buchstaben im Sinne der 231 Tore zu kombinieren.
Sie stellen die 231 mathematisch möglichen Verbindungen zweier Buchstaben des Alphabets dar, wenn sich keine Kombination wiederholt.
Über den möglichen Sinn oder Unsinn dieser
Übung hier eine detailliertere Betrachtung:
DIE KABBALA TETRAKTYS MAL ANDERS
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Die "Große Kunst" des Raymundus Lullus
Raimundus Lullus (katalan. Ramon Llull span. Ramón Lull ; manchmal auch nur Lull
* 1232 - 1316 war katalanischer Philosoph, Logiker und Theologe.
Diese Kunst die er "große Kunst" nannte und gleichzeitig der Titel für sein Werk Ars magna (dt.: "Große Kunst") wurde, lief auf die Idee des mechanischen Kombinierens von philosophischen Begriffen mit Hilfe einer "logischen Maschine" hinaus.
Die Gedanken von Lullus wurden von Gottfried Wilhelm Leibniz, * 1646 - 1716, dem Begründer der mathematischen Logik aufgegriffen.
Ein interessantes Thema, auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen werde... |
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Hier sehen wir, wie aus einem Kreis mit einem Punkt in der Mitte also dem Symbol der Schöpfung und der Sonne eine komplexe Geometrie und Ordnung entsteht. Die daraus resultierenden geometrischen Figuren werden "Simplex" genannt.
Die ersten Polygone und Sternpolygone, die dabei gebildet werden, sind: Dreieck, Quadrat, Pentagramm und Hexagramm...
Tatsächlich wurde über den geometrische Aufbau eines Simplex in den vergangenen Jahrhunderten auch schon mehrfach nachgedacht, wie die rechts erläuterten Abbildungen zeigen.
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Wenn wir uns noch einmal diese wichtigste Geometrie der Pythagoreischen Tetraktys betrachten und mit den unten stehenden Abbildungen abgleichen, dann sollte der berechtigte Verdacht aufkommen, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun haben könnte.
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Besonderes Augenmerk ist dabei auf die entsprechenden religiösen und weltlichen Bedeutungen dieser Symboliken zu legen, um diese dann mit den geometrischen und zahlentheoretischen Hintergründen abzugleichen.
Das Thema:
TETRAKTYS-ANALOGIESCHEMA
geht auf Einzelheiten etwas näher ein.
Dieser kleine Streifzug durch die Mystik vergangender Jahrhunderte und ihre Bezüge zur Geometrie der Pythagoreischen Tetraktys soll erst einmal genügen, um sich einen Überblick zu verschaffen.
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Die weiteren nun folgenden Themenbereiche in der Rubrik "Mystik" sollen mehr Licht in das Dunkel bringen und der anfangs gestellten Frage nachgehen:
Was wussten die Alten wirklich?
Viel Spaß beim Stöbern!
Leider sind einige Themen noch nicht mit Inhalten
befüllt, da diese Internetseite neu ist und aus
Zeitgründen nur langsam aktualisiert werden kann
nach Erfüllung täglich anfallender Pflichten.
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Das "alles sehende Auge" im Dreieck auf der Heilig-Geist-Kirche in München. Das Dreieck steht symbolisch für die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligen Geist. In der Freimaurerei symbolisiert das Dreieck den "Dreifach Großen Baumeister aller Welten".
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Der Davidstern bzw. das Hexagramm über dem Eingang der jüdischen Synagoge in Pilsen (Tschechien). Der Davidstern symbolisiert das Bündnis Gottes mit den Menschen.
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Das Pentagramm wird seit vielen Jahrhunderten als Schutzamulett verwendet. Es symbolisiert den Menschen als Gott in der Materie. Auch in der Magie oder in anderen kultischen Handlungen wie zum Beispiel innerhalb der Freimaurerei spielt es eine größere Rolle.
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Es gibt mystischen Nebel, doch ebenso gibt es einen Nebel der Unwissenheit,
dem alles, was er nicht versteht, bereits mystisch vorkommt und damit abgetan ist.
Hoimar von Ditfurth
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